Wir möchten, dass Sie Lateinamerika so sehr genießen wie wir selbst!

Von unerwarteten Situationen zu unvergesslichen Momenten

| Johan van Rijswijck | |

Seit 2008 habe ich mit Sapa Pana Travel verschiedene Autoreisen organisiert. Dabei haben wir Autos nach Lateinamerika verschifft, um dort anschließend eine schöne Rundreise damit zu unternehmen. Je mehr solcher Reisen ich unternahm, desto mehr lernte ich, dass unerwartete, in manchen Fällen schwierige Situationen letztendlich für die außergewöhnlichsten und unvergesslichsten Momente sorgten. Es sind genau diese Momente, die das Reisen so spannend machen und einem Erinnerungen bescheren, die man nie vergessen wird.

Ein unvergessliches Schlammbad

Auf meiner ersten Reise fuhr ich mit 25 Cabrios von Belém im Nordosten Brasiliens quer durch den Amazonas in Richtung Süden. Eine Reise von 13.500 Kilometern, die uns nach Ushuaia führte, der argentinischen Stadt auf Feuerland, die als die südlichste Stadt der Welt gilt. Dies war für mich die erste Reise, bei der ich eine so große Strecke auf dem Landweg zurücklegte. Ich sah nicht nur, wie sich die Landschaften veränderten, sondern auch die Menschen. Wir starteten im dichten tropischen Dschungel des Amazonasbeckens und endeten in der subantarktischen Landschaft von Feuerland. Es war sicherlich nicht immer eine einfache Tour. So begannen wir mit 4.000 Kilometern unbefestigter Straßen quer durch den Amazonas. Es waren Straßen, die sich schon bei einem einzigen Regenschauer in ein Schlammbad verwandelten. Das wurde für die Reisenden sofort zu einer mühsamen Angelegenheit, und manchmal war es wirklich eine Qual. Als jedoch alle die Ziellinie in Ushuaia erreicht hatten, bezeichnete fast jeder diesen ersten Abschnitt als den unvergesslichsten Teil der Reise.

Ihr Auto wird repariert, während Sie Billard spielen

Mittlerweile habe ich schon einige Stunden in lateinamerikanischen Werkstätten verbracht. Meistens geschah dies während meiner Inspektionsreisen, bei denen ich keine technische Unterstützung hatte. In einigen Fällen war es auch während der Reisen, um die technischen Teams zu entlasten. Das klingt zwar lästig, aber meine Erfahrung ist genau das Gegenteil. Es entstehen dabei immer wieder schöne und überraschende Situationen, in denen man wirklich mit den Menschen vor Ort in Kontakt kommt. Ich besuchte professionelle Werkstätten, in denen die Mechaniker spontan alles stehen und liegen ließen, um uns zu helfen – einfach nur, weil ihnen gefiel, was wir taten. Und manchmal war ich in einer kleinen Hauswerkstatt, wo wir mit dem Rest der Familie eine Tasse Kaffee trinken konnten, während der Mechaniker an unserem Auto arbeitete. Der außergewöhnlichste Ort, an dem mein Auto jemals repariert wurde, war jedoch im Amazonasgebiet. Mein Auto wurde in einer Werkstatt mit angeschlossener Poolbar repariert.

Bei einem königlichen Mahl eine atemberaubende Aussicht genießen

Während unserer ersten Autoreise im Jahr 2008 übernachteten wir in dem malerischen Städtchen Cafayate, das für seine Weinberge bekannt ist. Ich hatte den Teilnehmern von der Bodega Colomé erzählt, einem einzigartigen Weingut hoch in den Anden. Das Essen dort ist köstlich und die Anfahrt atemberaubend schön. Die Straße ist unbefestigt, aber gut befahrbar. Sie führt uns durch die Quebrada de las Flechas, eine raue und felsige Berglandschaft. Die Berggipfel in dieser Gegend enthalten viele Mineralien und Metalle, wodurch sie so gut wie alle Rottöne aufweisen. Mit einigen Autos machten wir uns auf den Weg. Wir hatten nur knapp 120 Kilometer vor uns, also hatten wir Zeit und konnten unterwegs die spektakuläre Landschaft genießen.

Irgendwann fahre ich in eine Kurve und kann gerade noch rechtzeitig vor dem Audi RS4 Cabrio bremsen. Aus unerklärlichen Gründen hatte sich das linke Vorderrad gelöst. Es war einfach Pech, das hätte überall passieren können. Zum Glück fuhren wir langsam und auf losem Sand, sodass das Auto kaum Schaden nahm. Aber gut, mit einem Auto auf drei Rädern fährt es sich natürlich schwierig. Nach unseren Berechnungen – wir lebten im Jahr 2008 und hatten damals noch kein Navi – waren wir etwa 15 Kilometer von Bodega Colomé entfernt. Über unsere Satellitentelefone nahmen wir Kontakt auf und schilderten den Vorfall. „Kein Problem!“, hörten wir am anderen Ende der Leitung. „Wir haben hier einen Anhänger stehen, also werde ich die Mechaniker bitten, zu euch zu fahren und das Auto abzuholen. Wir haben hier eine Werkstatt, also können wir schauen, ob wir das Auto reparieren können.“ Innerhalb einer knappen halben Stunde trafen zwei freundliche Mechaniker mit einem Anhänger ein. Das Auto wurde verladen, und gemeinsam fuhren wir zur Bodega.

Bodega Colomé

Die Bodega Colomé liegt etwas mehr als 3.000 Meter über dem Meeresspiegel, weit abseits der Zivilisation. Der Weinberg gilt als der nördlichste und höchstgelegene Weinberg Argentiniens. Dort werden erlesene Weine gekeltert, wie beispielsweise der Malbec Altura Maxima, der bereits zahlreiche Preise gewonnen hat. Darüber hinaus werden dort Rinder gezüchtet und zahlreiche Gemüsesorten angebaut. Der Hof, der über 7 sehr komfortable Gästeunterkünfte, ein ausgezeichnetes Restaurant und ein Museum verfügt, ist vollständig autark.

Bei unserer Ankunft auf dem Weingut stellte sich heraus, dass sie über eine voll ausgestattete Autowerkstatt mit einer Hebebühne verfügten, in der zwei sehr kompetente Mechaniker bei der Arbeit waren. Während die Mechaniker sich an die Arbeit machten, wurde uns ein köstliches Mittagessen serviert, das ausschließlich aus Zutaten vom Landgut Colomé zubereitet wurde. Nach dem reichhaltigen Mittagessen stellte sich heraus, dass das Auto doch noch etwas Arbeit benötigte. Sie schlugen uns vor, dafür zu sorgen, dass das Auto am nächsten Tag fertig sein würde. Wir hatten noch einen freien Tag, daher war das überhaupt kein Problem. Am nächsten Tag fuhren wir wieder zur Bodega Colomé. Dort verwöhnten wir uns erneut mit einem köstlichen Mittagessen, woraufhin wir alle gemeinsam zurück nach Cafayate fuhren – einschließlich des Audi RS4, der wieder komplett auf Vordermann gebracht worden war.

Meine Lieblings-Tankstelle

Während ich in den Niederlanden versuche, das Tanken so lange wie möglich hinauszuzögern, genieße ich auf meinen Reisen oft einen Stopp an Tankstellen. Oft gilt: Je abgelegener, desto schöner. Es ist dann wirklich ein Rastplatz für die Menschen, an dem man nicht nur kurz zum Tanken anhält, sondern auch, um etwas zu essen, sich auszuruhen und ein Schwätzchen zu halten. Und wenn man dann mit einem Auto mit ausländischem Kennzeichen ankommt, zieht das die Aufmerksamkeit auf sich.

Eine meiner absoluten Lieblings-Tankstellen ist zweifellos Tapi Aike. Wenn man die Grenze am Nationalpark Torres del Paine im abgelegenen Patagonien überquert, ist dies die erste Tankstelle, auf die man in Argentinien stößt. Es ist übrigens auch die einzige Tankmöglichkeit auf dem Weg zum argentinischen Ort El Calafate, dem Ausgangspunkt für einen Besuch des Perito-Moreno-Gletschers. Die Fenster des kleinen Nebengebäudes sind komplett mit Aufklebern von Reisenden aus allen Ecken der Welt beklebt. Außerdem befindet sich ein riesiger Aufkleber von Sapa Pana Travel am Fenster. Ich glaube sogar, unseren Aufkleber gesehen zu haben, als Ewan McGregor und Charley Boorman von „The Long Way Up“ diese kleine Tankstelle besuchten. Die Leute dort haben wirklich Spaß an ihrer Arbeit. Ich erinnere mich noch gut an den Spaß, den wir hatten, als wir dort eine Tasse Kaffee tranken.

PSV-Souvenir

Ein anderes Mal traf ich in Chile einen Tankwart, der voller Begeisterung von PSV, seinem Lieblingsfußballverein aus den Niederlanden, zu erzählen begann, als er merkte, dass ich aus den Niederlanden kam. Der Zufall wollte es, dass dies auch mein Lieblingsverein ist und ich zudem noch ein kleines PSV-Souvenir dabei hatte. Natürlich habe ich ihm das dann geschenkt.

Jede Medaille hat ihre Kehrseite

Das Herausfordernde und zugleich Schöne an Roadtrips ist, dass man im Voraus nie genau vorhersagen kann, wie sich die Dinge entwickeln werden. Auch wenn man sich noch so gut vorbereitet, hat man einfach nicht immer alles im Griff. So geriet ich 2010 während der Erkundungsreise für den Panamericana-Roadtrip zwischen den kolumbianischen Orten Pasto und Cali aufgrund eines Erdrutschs in einen Stau. Gerade in der Regenzeit können solche Erdrutsche vorkommen. In diesem Fall ist ein Straßenabschnitt unpassierbar geworden, der erst wieder instand gesetzt werden muss, bevor man weiterfahren kann. In der Regel geht so etwas recht schnell. Man weiß gar nicht, woher die Leute kommen, aber im Handumdrehen ist eine ganze Armee von Menschen auf den Beinen, die sich an die Arbeit machen, um die Straße so schnell wie möglich wieder befahrbar zu machen. Es dauert jedoch immer ein paar Stunden, und natürlich weiß niemand genau, wie lange. Das Schöne an solchen Situationen ist, dass man dies in Lateinamerika ohne Murren akzeptiert. Man macht aus der Not eine Tugend, steigt aus dem Bus aus, um gemütlich miteinander zu plaudern und sich kurz die Beine zu vertreten.

Natürlich waren wir mit unserem komplett beklebten klassischen Volvo aus dem Jahr 1968 eine Attraktion. Hinter mir stand ein Bus voller Studenten. Sie sprachen mich und meinen Beifahrer schnell an und fragten, was wir hier machten. Als wir erzählten, dass wir aus den Niederlanden kamen, fragten sie, ob wir niederländische Musik hätten. Glücklicherweise hatte ich eine CD-ROM (es war 2010, also nutzten wir diese damals noch ausgiebig) mit niederländischen Hits dabei. Im Gegenzug ließen sie uns kolumbianische Salsa und Vallenato hören, und schon bald waren wir der Mittelpunkt einer Art Open-Air-Disco. Im Auto vor uns saß eine junge Familie mit zwei Kindern und einem freundlichen Opa. Sie fanden meinen Amazon 123GT fantastisch und wollten unbedingt ein Foto damit machen. Außerdem fragten sie, ob ich mit ihnen auf ein Foto gehen würde.

Während wir hier so standen und plauderten, sprach mich ein schüchterner älterer Herr an, ein Fahrgast aus dem Bus, der hinter mir stand. Er hatte mitbekommen, dass wir auf dem Weg nach Cali waren, und fragte, ob er mitfahren könne, da er so schneller bei seiner Familie sein würde. Ich sagte ihm, dass ich ihn gerne mitnehmen würde, wenn er uns im Gegenzug zu unserem Hotel in Cali führen würde. Man muss sich vorstellen, dass wir damals noch ohne Navi unterwegs waren. Zur Vorbereitung der Reise hatten wir unser vorläufiges Routenbuch erstellt, das wir während dieser Erkundungsfahrt überprüfen wollten. Aufgrund der Verzögerung durch den Erdrutsch war uns klar, dass wir erst im Dunkeln in der Millionenstadt ankommen würden. Trotz einer Wegbeschreibung ist es dann eine enorme Herausforderung, sich in einer solch chaotischen südamerikanischen Stadt zurechtzufinden. Der Mann fand das ein hervorragendes Angebot. Sobald wir wieder weiterfahren konnten, nahm der Herr auf unserem Rücksitz Platz und wir fuhren fröhlich weiter nach Cali. Nachdem wir die Stadt erreicht hatten, fuhren wir mit Hilfe unseres Mitfahrers problemlos zu unserem Hotel, wo er sich mit einem breiten Lächeln von uns verabschiedete.

Selbst aktiv werden

Allein über Grenzübergänge könnte ich stundenlang sprechen. Vor einiger Zeit habe ich einen Blogbeitrag über die zehn schönsten Grenzübergänge Südamerikas geschrieben. Kasani, der Grenzübergang zwischen Peru und Bolivien am Titicacasee, ist ein bunter Schmelztiegel voller Menschen, an dem es immer etwas zu sehen oder zu erleben gibt. Da die Zollabfertigung von Autos immer etwas mehr Verwaltungsaufwand erfordert als das bloße Abstempeln eines Reisepasses, dauert sie manchmal etwas länger. Die Zollabfertigung der Autos musste im hinteren Teil eines kleinen Souvenirladens erfolgen. Der Betreiber des Ladens war offiziell auch für die Formalitäten rund um die Einfuhr der Autos zuständig. Zunächst einmal fand er all diese europäischen Kennzeichen ziemlich kompliziert. Zweitens wollte er sich lieber auf die Kunden seines Geschäfts konzentrieren. Er fragte mich daher, ob ich das nicht selbst übernehmen wolle, und so setzte ich mich an seinen Schreibtisch und erledigte die Zollabfertigung für alle unsere Autos selbst.

LatinAmeriCar – Exklusive Autoreisen

Auf der Grundlage dieser Erfahrungen haben wir bei Sapa Pana Travel eine besondere Reihe von Autoreisen namens LatinAmeriCar ins Leben gerufen. Auf unseren exklusiven Autoreisen fahren Sie mit Ihrem eigenen oder einem Mietwagen eine Route durch Lateinamerika. Auf diesen Reisen werden Sie stets von einem erfahrenen Team aus Reiseleitern und einem kompetenten technischen Team unterstützt, das solche Erlebnisse selbst schon durchlebt hat. Es ist ein wahres Abenteuer, bei dem nicht immer alles nach Plan verläuft – einfach weil wir nicht immer alles im Griff haben. Mit unseren Mitarbeitern erhalten Sie jedoch die optimale Unterstützung, um dieses Abenteuer erfolgreich zu meistern, sodass Sie diese Erfahrung für den Rest Ihres Lebens in guter Erinnerung behalten werden!

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Möchten Sie selbst an einer dieser exklusiven Autoreisen teilnehmen? Dann schauen Sie doch einmal auf unserer LatinAmeriCar-Seite vorbei. Haben Sie Fragen zu einer einzigartigen Rundreise durch Lateinamerika, wünschen Sie sich ein maßgeschneidertes Reiseangebot oder möchten Sie einen Termin in unserem Büro vereinbaren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Senden Sie eine E-Mail an info@sapapanatravel.nl oder rufen Sie uns unter +31 73 610 62 04 an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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