Erinnerungen an den Panamericana-Roadtrip 4
Im Dezember 2011 startete der Panamericana-Roadtrip. Eine Autoreise durch Südamerika mit 83 klassischen Volvos. In 35 Tagen und über 16.000 Kilometer fuhren diese Volvo-Liebhaber von Buenos Aires in Argentinien über den Süden nach Cartagena de Indias in Kolumbien. Auf unserem Blog werden wir in der kommenden Zeit Erinnerungen an diese unvergessliche Reise teilen.
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„ Chile ist ein langgestrecktes Land: Wir fahren es von Süden nach Norden durch “
Team 21
Tag 16: Temuco – Santiago
Wir „brausen“ immer noch über die Ruta 5. Wir haben einen iPod an Bord, der voll mit knallhartem Heavy Metal ist. Wenn ich die Musik über das Autoradio einstelle, gibt es Proteste: „Die Musik klingt, als würde das Auto auseinanderrasseln!“ Das erfordert einen anderen Ansatz. Letzte Woche habe ich mit einer ganz sanften Kategorie angefangen: Bon Jovi. Später folgten die ruhigeren Alben von Guns N’ Roses. Dabei ist es wichtig, die Lautstärke nicht zu hoch einzustellen.
Bislang läuft alles gut, und heute fand ich, es sei Zeit für einen neuen Schritt. Ich habe Iron Maiden aufgelegt. Hardrock, der gut ins Ohr geht, aber schon wieder eine Stufe härter ist. Ich habe das nicht abgesprochen, aber ich höre keine Beschwerden und meine Taktik scheint zu funktionieren. Wenn ich diesen Kurs beibehalte, sind wir in drei Wochen bei Death Metal angelangt. Aber nicht zu voreilig werden: noch ein oder zwei Tage Iron Maiden laufen lassen und die Lautstärke langsam erhöhen. Danach wechsle ich vorsichtig zu Metallica.
Wir fahren nach Santiago. Rechts im Bild sieht man immer die Anden mit ihren schneebedeckten Gipfeln. Die Temperatur steigt langsam an, mittlerweile sind wir bei 30 Grad.
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Tag 17: Santiago
Team 21
Chile ist ein langgestrecktes Land: Wir fahren es von Süden nach Norden durch. Unterhalb von Santiago ist es vor allem grün und hügelig, oberhalb von Santiago wird es schnell karg und kahl. Santiago hat eine bewegte Vergangenheit. Wir sind zum Regierungsgebäude gelaufen, wo der Putsch von Pinochet stattfand und wo Allende sich das Leben nahm, um nicht in die Hände von Pinochet zu fallen. Allendes Statue steht auf der Plaza. Es ist bemerkenswert, dass die Chilenen ihn mit zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Ein moderner junger Mensch, mit dem wir sprachen, bestätigte unseren Eindruck. Zweifelhafte Despoten verleihen ihrem Land in der Regel einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Das dürfte damit zu tun haben. Etwas Ähnliches haben wir zuvor auch in Russland beobachtet. „Väterchen“ Stalin wurde nicht selten gepriesen.
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Tag 18: Santiago – Caldera
In den Niederlanden würden wir sie einfach die A5 nennen, aber hier heißt sie „Ruta cinco el norte Pan Americana“. Und heute biegen wir wieder auf diese „A5“ ab. Der nächste Halt ist Caldera, 920 km weiter. Es ist eine Autobahn, deren Standstreifen sehr effizient genutzt wird: Man kann dort Fahrrad fahren, es gibt Stände mit Essen, es laufen Leute mit Schubkarren, Pferde und Wagen usw. herum... Und streunende Hunde – wir sehen sie überall und in allen Varianten: groß, klein, stehend, liegend und überfahren. Ob die eben erwähnten Stände eigentlich auch Hotdogs verkaufen?
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Als Erinnerung an diese unvergessliche Reise ist das Buch „Panamericana Roadtrip“ erschienen. Die Geschichte wird anhand der wunderschönen Fotos des Reisefotografen Thijs Heslenfeld erzählt, ergänzt durch eine Auswahl der vielen Geschichten, die die Helden dieser Reise geschrieben haben. Für alle, die diese Reise nicht mitgemacht haben, ist dies ein wunderschönes Buch, das zum Träumen einlädt. Der Erlös aus dem Buch kommt den besonderen Projekten der Stiftung HoPe zugute. Diese Organisation – gegründet von Walter Meekes – widmet sich vor allem der Förderung des Bildungswesens in den abgelegenen Bergdörfern rund um die peruanische Stadt Cuzco.
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